Abhöraffäre – AT&T arbeitet an E-Mails mit Selbstzerstörungs-Mechanismus

| 03/07/2013 | Reply

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Im Zuge der Abhöraffäre und Spähprogramme angloamerikanischer Geheimdienste, arbeitet der US-amerikanische Telekommunikationsanbieter AT&T an E-Mails, die sich nach nur kurzer Zeit selbst löschen sollen. Warum dieses System zu kurz greift und dem Bürger so eine angeblich geschützte Privatsphäre vorgaukelt, liegt an der Infrastruktur des weltweiten Netzes.

Die schreckliche Vorstellung eines allmächtigen und allwissenden Staats treibt gerade sein Unwesen. In Berichten, Nachrichten und Talkrunden wird das Thema rauf und runter diskutiert. Gleichzeitig nimmt die Zahl an Anbietern verschlüsselter Kommunikationsmittel enorm zu. In diesem Klima der Unsicherheit kommen Ideen, die den Schutz privater Kommunikation ermöglichen, sehr gut an. Blöd nur, wenn das aber kaum möglich ist, wie der aktuelle Fall von AT&T zeigt.

Der US-Anbieter möchte sich selbst zerstörende E-Mails einführen. Das würde in etwa so funktionieren, dass eine versendete E-Mail beim Empfänger nach dem Lesen automatisch gelöscht wird. Ein anderes denkbares System würde Mails mit einem Timer versehen, sodass diese nach beispielsweise drei Stunden oder einem Tag, ob gelesen oder nicht, ebenfalls automatisch gelöscht werden.

Auf den ersten Blick ergibt das Sinn, denn was einmal gelöscht ist, kann nicht mehr hervorgebracht werden. Das Problem hierbei allerdings sind vielmehr die technischen Voraussetzungen, die eine komplette Löschung einer Mail unmöglich machen. Einerseits könnte die Mail auf dem Weg zum Empfänger abgefangen werden oder aber – was AT&T mit seinem Vorschlag unglaubwürdig erscheinen lässt – sie ließen sich aus den Servern von AT&T abzapfen.

Eine gänzlich sichere und vor unbekannten Eingriffen geschützte Kommunikation ist für die breite Masse unmöglich. Konzerne wie AT&T nutzen diese Ungewissheit, um neue Produkte als ‚innovativ‘ darzustellen. Das Problem liegt jedoch kaum beim Empfänger der Mail, der sie mit bösen Absichten vervielfältigen könnte. Solche Personen hat man ohnehin nicht in seinem Adressbuch.

Quelle: huffingtonpost.com

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