Accelerated Mobile Pages – Oder: Wie Google AMP das mobile Internet schneller macht

| 09/10/2015 | Reply

Google Accelerated Mobile Pages AMP Projekt

Dass Google das innovativste (und eigentlich auch wertvollste) Unternehmen der Welt ist, beweisen die Herren und Damen aus Mountain View immer wieder aufs Neue. Google Maps, YouTube, Android sind da nur einige Beispiele dessen, wie der Suchmaschinenkonzern Problemfelder anpackt und für angenehme Lösungen sorgt. Nun nimmt sich der Konzern eines Problems an, das einem jeden von uns gewaltig viel Geduld abverlangt: langsame Internetseiten. Mit dem Projekt „Accelerated Mobile Pages“, zu deutsch „Beschleunigte mobile Internetseiten“, sollen nervige Ladezeiten der Vergangenheit angehören. Wann aber die rosige Zukunft mobilen Surfens beginnt, ist noch unklar.

Kaum vorstellbar, wie wir noch Anfang des Jahrtausends mit ISDN-Anschlüssen ins Internet gegangen sind und wir die Geschwindigkeiten als rasend schnell empfanden. Kaum kommt ein neuer Internetstandard auf, so ungeduldig werden wir mit dem alten. So auch geschehen mit LTE, das zweifelsohne rasend schnelle Verbindungen erlaubt. Aber aufgrund der zunehmenden Zahl an Smartphones relativiert sich die gewonnene Geschwindigkeit wieder. Daher wird die bestehende Technik verfeinert, um das Beste aus dem Jetzigen rauszuholen.

Google’s AMP Projekt ist ein Beispiel dafür. Es wird noch lange dauern, bis hierzulande 5G-Netzwerke Fuß fassen, weshalb Google’s Vorstoß vielversprechender ist. Was hat es mit AMP auf sich? Das Kürzel steht für Accelerated Mobile Pages und hat zum Ziel, das Laden und Anzeigen mobiler Internetseiten deutlich zu beschleunigen – vorerst begrenzt auf Internetpräsenzen großer Verlage wie etwa der Financial Times oder der ZEIT Online.

Realisiert wird das Ganze durch einen neuen HTML Standard, der den alten JavaScript Standard ersetzen soll. Daher ist Google’s AMP als frei zugängliches Open-Source-Framework angelegt, sodass Webentwickler diesen schnell aufgreifen und für ihre Seiten verwenden können. Dadurch würden Seiten, die sonst drei Sekunden laden, schon nach wenigen Millisekunden auf dem Bildschirm erscheinen. Es wird noch einige Zeit dauern, bis die Internetseiten auf den neuen HTML-Standard umrüsten. Sobald es soweit ist, werden wir viel weniger Zeit mit dem Blick auf weiße oder schwarze Flächen verbringen.

Quelle: googlepolicyeurope.blogspot.de

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Category: Google, NMN News

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