Browser Choice: Millionenstrafe für Microsoft durch EU-Kommission

| 06/03/2013 | Reply

Eine Hiobsbotschaft für Microsoft: Der Konzern soll 561 Millionen € Geldbuße zahlen wegen „unlauterer Geschäftspraktiken“. Der Grund: Microsoft soll seine Windows-Nutzer nicht aktiv auf andere Webbrowser aufmerksam gemacht haben. Die Geldstrafe soll an die Europäische Union gezahlt werden.

Der Grund für die enorm hohe Geldstrafe lässt sich schwer nachvollziehen. Weil Microsoft nicht aktiv auf die Möglichkeit hingewiesen hat, auch andere Webbrowser nutzen zu können, muss der Konzern nun tief in die Tasche greifen. Laut EU habe Microsoft seine Vormachtstellung genutzt, um seinen Windows Nutzern ausschließlich den Internet Explorer zum Gang ins weltweite Netz zu offerieren.

Dabei geht es konkret um Windows 7 im Zeitraum vom Mai 2011 bis Juni 2012. Die von der EU beanstandete Geschäftspraxis hätte 15 Millionen Windows 7 Nutzer betroffen. Das erste Zusammentreffen von EU und Microsoft zu diesem Thema fand bereits 2009 statt.

Man einigte sich damals darauf, ab März 2010 Windows-Nutzern gleich zu Anfang die Wahlmöglichkeit verschiedener Browser anzuzeigen. So konnte im „Browser-Choice“-Fenster entweder der Internet Explorer beibehalten oder zwischen Google Chrome, Apple Safari, Mozilla Firefox oder Opera gewählt werden.

Seit 2011 jedoch bekamen die oben genannten 15 Millionen Nutzer diese Auswahl nicht zu Gesicht. Microsoft spricht von einem technischen Fehler, doch die EU-Kommission ist sich sicher, dass hier geschummelt wurde. Ob dies das Ende der Geschichte ist, bleibt abzuwarten. Microsoft wurde bereits öfters zu Geldbußen durch die EU verdonnert.

Quelle: spiegel.de Bildquelle: thenextweb.com

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Category: Microsoft, NMN News

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