Crowdfunding-Plattform Kickstarter verschärft die Spielregeln

| 21/09/2012 | Reply

Die bekannte Crowdfunding-Plattform Kickstarter steht wieder mal in der Kritik. Es geht um nichts weniger als das Vertrauen der vielen Geldgebern, die mit ihrem Beitrag viele technische oder auch künstlerische Projekte unterstützen. Leider gab es in der Vergangenheit bereits Fälle, in denen sich die Projektleiter nach Einsammeln des Geldes nie wieder bei ihren Unterstützern gemeldet haben. Nun schreitet Kickstarter ein und verschärft die Regeln.

Kickstarter hat ein einfaches Prinzip etabliert: Menschen, die eine Idee aber kein Geld haben treffen sich auf der Plattform mit Menschen, die nach einer Idee suchen, die sie finanzieren möchten. Und schon beginnen die Finanzierungsrunden. Der Projektleiter versucht die vielen User auf Kickstarter zu überzeugen und gibt auch das finanzielle Ziel vor. Wenn es bei den Leuten ankommt, fangen diese an mit ihrem Betrag das Projekt zu unterstützen. So konnten schon eine Android-Uhr, viele Kunstprojekte oder auch kleine technische Helfer realisiert werden.

Um also einen möglichen und durchaus realisierbaren Betrug zu verhindern, setzt Kickstarter auf schärfere Regeln, wechselseitige Kommunikation und genauere Beobachtungen. So sollen den Geldgebern von Anfang an Risiken und mögliche Verzögerungen mitgeteilt werden. Auch die Möglichkeit, dass Materialkosten steigen könnten, solle den Finanzierern klargemacht werden. Anhand nicht nur visionärer Ideen, können sie dann selbst entscheiden, inwieweit ein Projekt überhaupt zu realisieren ist und ob die Projektleiter imstande sind, die versprochenen Zeiträume einzuhalten.

Dabei wird vor allem ein Auge auf Hardware-Projekte geworfen. Demnach dürfen nun nicht mehr mit animierten oder simulierten Produktbildern und -videos geworben werden. Wie etwas aussehen könnte, sobald es fertiggestellt wäre, würde viele Nutzer in die Irre führen. Produktbilder dürfen künftig nur noch Prototypen ablichten. Zudem dürfen den Finanzierern keine Produkte als „Belohnung“ versprochen werden, was laut Kickstarter dazu führen würde, dass Zeitpläne nicht eingehalten werden könnten.

Vor dem Aufkommen der Kritik, lief auf der Plattform beinahe alles automatisch ab. Lediglich Projektleiter und Geldgeber standen in Kontakt. Doch dank vieler Betrüger, sind die neuen Spielregeln unabdingbar.

Quelle: theverge.com

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Category: Crowdfunding, NMN News

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