Die großen Drei der Techszene – Was ist das Geheimnis von Apple, Google und Samsung?

| 22/10/2013 | Reply

Apple Google Samsung

Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht über einen der großen Hersteller berichtet wird. Apple, Google und Samsung füllen ganze Tech-Blogs und Fachzeitschriften mit ihren technischen Innovationen und Kreationen. Doch so erfolgreich alle drei auch sein mögen, fußt dieser Erfolg auf gänzlich anderen Grundlagen. Der eine schreitet voran, der andere experimentiert, während der letzte im Bunde perfektioniert.

Samsung – Vom kleinen Macher zum großen Player

Von allen dreien hat Samsung in kürzester Zeit einen enormen Schritt nach vorne gemacht und steht seit Langem an der Spitze der Smartphone-Hersteller mit dem Betriebssystem Android. Die ersten Schritte aber waren für die Koreaner gewiss nicht einfach, mussten sie sich Vorwürfe des erbarmungslosen Kopierens vom Konkurrenten Apple gefallen lassen. Mittlerweile aber versteht sich Samsung als Innovator der Szene, mit Technologien und neuen Geräten die es in seiner Rolle als Pionier vorantreibt. Aktuelle Beispiele sind das Smartphone Galaxy Round mit einem gebogenem Display sowie die Smartwatch Galaxy Gear.

Obwohl Galaxy Gear nicht die erste Smartwatch auf dem Markt ist, hat es Samsung geschafft, die Computeruhr ausgereifter und mit mehr Features auszustatten. Dass es sich dabei um einen fortgeschrittenen Prototypen mit einem zu teuren Preisschild handelt, ist eine andere Sache. Das Galaxy Round wurde in der offiziellen Pressemitteilung als Wegbereiter einer neuen Displaytechnologie gepriesen und interessanterweise taucht dort das Adjektiv „world’s first“ auf. So versteht sich Samsung nämlich, als Vorreiter neuer mobiler Technologien.

Google – Von der Suchmaschine zum Alleskönner

Ähnlich wie bei Samsung, sind auch einige (nicht alle!) Geräte aus dem Hause Google mit einem hohen Preisschild versehen. Zu nennen wäre das Chromebook Pixel, das in Kooperation mit Samsung entstand und mit mehr als 1.000 Dollar zu Buche schlägt. Für diesen Preis erhält man zwar ein schickes und schlankes Notebook, doch ist die Hardware nicht auf dem neuesten Stand und die Beschränkungen durch das eigens entwickelte Betriebssystem Chrome OS zu gewaltig. Wer Mac und Windows gewohnt ist, wird mit dem Notebook nicht glücklich werden.

Auf der anderen Seite wirkt Google wie ein rastloser Alleskönner, der beinahe alles angeht. Ob es sich dabei nun um die computergestützte Brille „Glass“ handelt oder der Bestrebung, per Heißluftballon das Internet auch in entfernte Regionen der Welt zu bringen. Alles was mit Hard- und Software zu tun hat, scheint nicht sicher vor Google zu sein.

Zum Vorteil des Konzerns gereichen die Abermillionen Nutzer, die vor der Fertigung eines neuen Produkts als Beta-Tester mit einbezogen werden. Manche dieser Beta-Produkte, beispielsweise Glass, kosten 1.500 Dollar und sind nur einem exklusiven Entwicklerkreis vorbestimmt. Doch für die meisten Software-Angebote werden die Reaktionen der Nutzer beim letzten Feinschliff herangezogen, um den Start so erfolgreich wie möglich zu machen. Schließlich nutzen wir alle Maps, YouTube, Gmail und Co.

Apple – Vom Innovator zum Verfeinerer

Über Apple kann man sich Tag und Nacht lang streiten, ob denn nun die Zuschreibung „innovativ“ zutrifft oder nicht. Fakt ist, dass es seine Vormachtstellung in den vergangenen Jahren einbüßen musste und nun nachliefert anstatt selbst zu revolutionieren. Was mit dem Mac in den 1980er Jahren und dem iPhone im Jahr 2007 gelang, wird seither vermisst. Der Blick in die nahe Zukunft mit der Computeruhr iWatch und dem Fernsehgerät iTV lassen aber die Hoffnungen aufleben.

Derzeit aber steckt Apple den Markt ab und beäugt die Erfolge und Misserfolge der Konkurrenz sehr genau. Hinter verschlossenen Türen wird fleißig die Forschung und Entwicklung vorangetrieben, um die Fehler der anderen bloß nicht in die eigenen Geräte einziehen zu lassen. Aus dem Rahmen fällt dabei der Fingerabdruck-Sensor namens Touch ID, mit welchem das iPhone ganz einfach mit dem Daumen entsperrt wird, ganz ohne Passwort. Die Idee ist keine Neue, doch schafft es Apple stets den Nutzern die Vorzüge schmackhaft zu machen.

Der Konkurrenz den Schritt gewähren zu lassen und aus deren Fehlern zu lernen ist auch beim Thema NFC (Near Field Communication) gelungen. Während Apple sich der Technologie zum kontaktlosen Bezahlen verwehrte, durften Google und andere sich mit den Problemen herumplagen. Schließlich brachte Apple mit iBeacons ein vom Prinzip her ähnliches System, eben nur ausgefeilter. Das Gleiche lässt sich über das iPad sagen, das nicht das erste Tablet der Welt ist, aber das mit der überzeugendsten Synthese aus Hardware und Software.

Das Fazit der Geschichte…

…lautet, dass alle drei in ihrem jeweiligen Segment einen grandiosen Job machen. Es scheint so, als würde der eine Konzern ohne die beiden anderen nicht zurechtkommen und umgekehrt, als hätte sich eine Art technologische Symbiose herauskristallisiert. Das zeigt sich unter anderem im ambivalenten Verhältnis zwischen Apple und Samsung, deren Beziehung allen voran durch Gerichtsprozesse und Patentverletzungen bekannt ist. Hinter den Kulissen aber werden fleißig Geräteteile und Geld getauscht.

Quelle: techcrunch.com Bild: innowrx.com

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Category: Apple, Google, NMN News, Smartphone

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