EU-Kommission investiert 50 Mio. Euro in die Entwicklung von 5G-Netzen

| 27/02/2013 | Reply

Der Ausbau des neuen Mobilfunkstandards 4G (LTE) geht hierzulande nur schleppend voran. Dennoch investiert die EU-Kommission bereits jetzt in die Entwicklung und Forschung der nächsten Generation 5G. Die Investitionssumme beträgt 50 Millionen Euro und soll vor allem europäischen Staaten und Unternehmen einen entscheidenden Vorteil bringen. Bis 2020 soll das 5G-Netz in Betrieb gehen.

Es gibt bereits eine Reihe von Mobilgeräten die mit dem neuesten Mobilfunkstandard LTE funken können, doch die mangelnde Infrastruktur hierzulande verhindert den massiven Gebrauch des schnellen mobilen Internets. In den USA hingegen ist 4G sehr viel weiter fortgeschritten. Das soll nach dem Willen von EU-Kommission in Person von Neelie Kroes als Kommissarin der Digitalen Agenda in Zukunft geändert werden. Durch die Forschung in 5G-Netze soll in Zukunft ein entscheidender Vorteil auf Seiten Europas liegen.

Die Investitionssumme wird unter einer Reihe von Forschungsprojekten verteilt, darunter das in Zusammenarbeit mit der EU und Ericsson gegründete METIS, welches rund 16 Millionen Euro erhalten soll. Die Zielvorgaben sind klar definiert: 5G soll zehn bis 100 mal schneller als LTE sein, nur ein Fünftel der aktuellen Verzögerungen bei Datenübertragungen aufweisen, ein Zehntel des aktuellen Energieverbrauchs nutzen und sehr viel mehr Personen gleichzeitig mit ausreichend Kapazität versorgen.

Derzeit wird 4G von Nutzern wegen des starken Akkuverbrauchs kritisiert, die Down- und Upload-Raten hingegen sind spitzenmäßig. Wenn also tatsächlich die zehnfache LTE-Geschwindigkeit realisiert würde, könnte man im Jahr 2020 mit 3 Gbit/s downloaden und mit 750 Mbit/s uploaden. Das mag auf den ersten Blick viel klingen, doch wenn immer mehr Mobilgeräte am Netz hängen und der Datenverbrauch pro Person steigt, werden die höheren Kapazitäten auch dringend gebraucht.

Quelle: androidheadlines.com

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Category: LTE, NMN News

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