Facebook gegen falsche und gekaufte Likes

| 04/09/2012 | Reply

Mit Likes drückt man bekanntlich seine Sympathien für ein Unternehmen, einem Künstler oder einem Produkt aus. Und je mehr Likes eine Facebook-Page erhält, desto bekannter wird sie und erreicht dementsprechend auch mehr Menschen auf dem größten sozialen Netzwerk. Doch nicht jedes „Gefällt Mir“ ist auch ernst gemeint. Unzählige Fake-Accounts und Spam-Anbieter nutzen diesen Weg, um sich eine große Zahl an Fans zu sichern. Aber auch der Handel mit Facebook-Fans hat solche Ausmaße angenommen, dass Facebook jetzt einschreitet und Mittel dagegen einsetzen will.

Die Facebook-Führung geht mit einem neuen Algorithmus gegen gefälschte „Gefällt Mir“ Angaben vor. Diese verbreiten sich entweder als Malware und Spam oder werden von Unternehmen gekauft, um ihre Bekanntheit im sozialen Netzwerk zu steigern. Dass das gegen die Philosophie von Facebook geht, zeigt sich jetzt in der Reaktion.

Hinter den Likes sollen auch tatsächlich real existierende Personen stehen, die durch einen Klick ihre Verbundenheit mit einer Marke oder einem Produkt ausdrücken möchten. Facebook rät allen Betreibern von Fanpages auf den Kauf von sogenannten Fan-Paketen verzichten, da dieses künstlich herbeigeführte Wachstum an Fans einerseits auffällig ist und andererseits dem Betreiber nur wenige Vorteile bietet. Zwar steigt die Bekanntheit, aber echte Fans hat man ja nicht gewonnen.

Durch das Aufräumen der Likes sollen laut Facebook etwas weniger als 1 % gelöscht werden. Was sich auf den ersten Blick nicht viel anhört, kommt bei knapp einer Milliarde Nutzer auf eine gewaltige Zahl. Im August musste Facebook feststellen, dass rund 8,7 aller Konten auf Fake-Accounts zurückgeführt werden mussten.

Der Hintergrund von Facebook’s neuer Kampfansage: Echte Likes kosten Geld und Werbetreibende zahlen viel Geld, um ihre Produkte im sozialen Netzwerk zu vertreiben. Es geht also einerseits um das Finanzielle und auch, und das ist vielleicht wichtiger, um Vertrauen in der Öffentlichkeit und bei den Unternehmen.

Quelle: zdnet.de

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Category: Facebook, NMN News

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