Facebook will WhatsApp kaufen – Ist da was dran?

| 03/12/2012 | 2 Replies

Wenn die Meldung stimmt, dann dürften gerade zwei Schwergewichte miteinander verhandeln. Schwergewichte sind Facebook und WhatsApp deshalb, weil beide enorme Nutzerzahlen aufweisen können und diese im Falle einer gemeinsamen Kooperation auch mobilisieren könnten. Der bekannte US-Blog Techcrunch hat sich mit dem Gerücht ausgiebig befasst.

Für Facebook wäre die Übernahme von WhatsApp ein Schuss ins Schwarze. Schon länger grübelt das größte soziale Netzwerk über weitere Einnahmequellen und kam immer wieder zu dem Schluss, dass der mobile Sektor stärker angegangen werden muss. Als die Nutzerzahlen von Facebook die Marke von einer Milliarde überschritt, behauptete Zuckerberg, dass der Mobilsegment essentiell wichtig für das Erreichen einer weiteren Milliarde Nutzer wäre. Immerhin gäbe es fünf Milliarden Menschen mit Handys, so Zuckerberg.

WhatsApp kann sich ebenfalls mit stolz geschwellter Brust in die Verhandlungen begeben. Der Messengerdienst läuft unter 750 Mobilfunkanbietern in weit über 100 Ländern und allen gängigen mobilen Betriebssystemen wie Android, iOS, Blackberry, Symbian und andere. Unbestätigte Quellen sprechen von zig Millionen WhatsApp Nutzern, die täglich Nachrichten, Bilder und Daten versenden.

Im Oktober 2011 verkündete WhatsApp, dass täglich eine Milliarde Nachrichten rund um die Welt verschickt werden. Das Unternehmen hat sich nichts Geringeres vorgenommen, als der globale Dienstleister für Messaging-Dienste zu werden. Wenn die Nutzerzahlen trotz Sicherheitsbedenken steigen, dann hätten wir es tatsächlich mit einem Global Player zu tun.

Einen kleinen aber entscheidenden Unterschied gibt es zwischen Facebook und WhatsApp. Während Facebook seine Dienste kostenlos anbietet und dafür auf Werbeeinahmen setzt, ist das Prinzip von WhatsApp gegenläufig. Die App verzichtet vollkommen auf Werbung und finanziert sich von den Kosten von 0,99 € pro Jahr und pro Nutzer. Es wird die große Frage sein, wie man beide Geschäftsmodelle vereint, da die CEO’s von WhatsApp angeblich niemals auf Werbung setzen wollen.

Eine weitere Äußerung des Mitbegründers von WhatsApp, Jan Koum, lässt dann irgendwie doch an den Übernahmegerüchten zweifeln. Er könne Menschen, die ein Start-up allein aus dem Grund des schnellen Verkaufens und Profitmachens nicht verstehen. Diese Aussage könnte aber auch genau für den Fall einer externen Übernahme genutzt werden, um sich eine bessere Verhandlungsposition im Vorfeld zu sichern.

Spekulationen über Spekulationen – Am Ende sind wir zwar nicht schlauer, aber wissen wenigstens etwas mehr über die beiden Unternehmen. Wir beobachten das Thema weiterhin und berichten sobald es etwas Neues gibt. Immerhin betrifft es die meisten von uns!

Quelle: techcrunch.com

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Category: Facebook, NMN News

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