Google Abstrafung – Wie man sich seinen Pagerank mit etwas Arbeit zurückholt

| 08/09/2014 | Reply

Google Pagerank

Manch ein Webseitenbesitzer musste in den letzten Wochen einen tiefen Schock verdauen: Google hat mal wieder eine Aufräumaktion gestartet und viele Seiten im Pagerank heruntergestuft oder diesen Schritt angedroht. Der Grund dafür liegt bei der verpönten aber dennoch oft gebrauchten Praktik, Links zu kaufen oder zu verkaufen. Dass Google das nicht gerne sieht, dürfte jedem seriösen Seitenbetreiber klar sein. Dennoch wurden auch viele ehrliche Blogger oder Onlineshop-Besitzer von der neuesten Google Penalty erfasst. Falls auch Du von Google angeschrieben wurdest, gibt es hier ein paar Tipps, mit denen Du Deine Seite sauber bekommst.

Den Auftakt der neuesten Aufräumaktion startete Google, in dem es die beiden großen Linkbuilding-Portale „teliad.de“ und „rankseller.de“ aus der Suchmaschine herausnahm. Diese beiden Seiten, und noch viele andere, dienen dazu, dass Seitenbetreiber Links einkaufen können, die dann auf ihre Webseite führen. Dadurch wird der Suchmaschine vorgegaukelt, dass die Seite attraktiv ist und relevante Inhalte bietet. Manch einer nutzt einen Linkkauf auch, um schneller einen höheren Pagerank zu erlangen. Dass dabei die Webseite nicht immer einen Mehrwert für den Surfenden bietet, gehört zur Tagesordnung.

Google geht gegen solche Methoden vehement vor, da den Nutzern der Suchmaschine relevante Inhalte als Ergebnis präsentiert werden soll und keine inhaltsleeren Seiten, die von Werbebannern durchzogen ist. Nun kann es auch vorkommen, dass manch Seitenbetreiber versehentlich qualitativ minderwertige Links zu seiner Webseite aufgebaut hat und dieser ebenfalls von Google benachrichtigt wurde. Hierbei muss man auf den Betreff „Unnatürliche Links von Ihrer Website“ achten. In solch einem Fall muss man aber nicht in Panik geraten, sondern folgende Herangehensweise verfolgen und künftig einen genaueren Blick auf das Setzen von Links werfen.

Linkbuilding Backlink

Schritt 1 – Linkprofil der eigenen Webseite checken

Man beginnt die persönliche Aufräumaktion mit einer Bestandsaufnahme aller Links, die auf die eigene Seite führen. Hierfür kann man eines der unzähligen SEO-Tools verwenden oder gleich auf das Google Webmaster Tools zurückgreifen. Es geht darum, die qualitativ hochwertigen von qualitativ minderwertigen oder gar bezahlten Links zu unterscheiden und letztere entfernen zu lassen.

Schritt 2 – Seitenbetreiber kontaktieren und Link-Löschung anfordern

Hierfür benötigt man die Hilfe der Seitenbetreiber, die auf die eigene Seite linken. Diese müssen angeschrieben und gebeten werden, die Links zu entfernen. Das alles sollte man ordentlich in einer Excel-Tabelle dokumentieren, da Google sehen will, dass man sich bei der Bereinigung der eigenen Seite tatsächlich gegeben hat. Bleibt eine Antwort aus, so kann man eine Disavow Datei in Form einer Textdatei (.txt) erstellen und dort pro Zeile eine URL einfügen, die zu einem linkt.

Disavow Tool Google Webmaster Tool

Schritt 3 – Reconsideration Request an Google versenden

Ist diese vollständig, schickt man sie über das Disavow Tool in den Google Webmaster Tools ab. Das nennt man „Reconsederation Request“, also eine Aufforderung an Google, die mögliche Androhung von Strafen zu überdenken. Je sorgfältiger man zuvor gearbeitet hat, desto schneller erfolgt eine positive Rückmeldung. Es kann aber durchaus vorkommen, dass Google weitere von einem selbst nicht gefundene Links findet, die es zu entfernen gilt. Im Grunde kommt einem Google entgegen und weist auf weitere Korrekturen hin.

Schritt 4 – Künftig sorgfältiger mit Links umgehen

Im Zweifel lieber keinen als einen schlechten Link setzen: Bevor man einen, natürlich unbezahlten, Link entgegennimmt, sollte man einen Blick auf die Webseite des anderen werfen. Bietet diese einen Mehrwert für den Besucher oder überschlagen sich die Werbebanner? Werden Links aus dem Kontext heraus generiert oder wahllos Links mit den immer gleichen Keywords gesetzt?

Es gibt eine ganze Palette an Tipps und Tricks, wie man korrekt Links aufbauen kann und soll. Einfach mal googeln und schon findet Ihr jede Menge hilfreicher Vorgehensweisen, wie man seine Webseite bekannter macht, ohne mit schmutzigen Tricks zu spielen.

Bild: gruenderszene.de, activemedia.com

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Category: Google, NMN News

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