Google Suche adé? Apple will Suchmaschine in Safari durch Bing oder Yahoo ersetzen

| 26/11/2014 | Reply

Google

Apple und Google sind keine Freunde und werden es künftig auch nicht werden. Nachdem Cupertino in den letzten Jahren sukzessive alle in iOS vorhandenen Google Apps ersatzlos zu streichen versuchte, darunter etwa Google Maps oder YouTube, herrscht ein frostiges Klima zwischen beiden Konzernen. Und nun soll auf iPhones und iPads gar die Google Suche als Standardsuchmaschine abgeschafft und durch Microsoft Bing oder Yahoo Search ersetzt werden.

Vergangene Woche kündigte Mozilla an, in seinem beliebten Firefox Browser die Google Suche durch eine andere Suchmaschine zu ersetzen. Nun zieht auch Apple nach und spielt mit dem Gedanken, die Standardsuchmaschine auf Bing oder Yahoo Search umzustellen und Google somit einen empfindlichen Schlag zu verpassen. Da der Vertrag zwischen Apple und Google in den nächsten Monaten ausläuft, der festlegt dass Google die Nummer Eins ist, kommt dieser Schritt nicht ganz überraschend. Microsoft gilt derweil als aussichtsreichster Kandidat, da zwischen Redmond und Cupertino in vielen anderen Bereichen eine langjährige Kooperation besteht.

Das bedeutet nun nicht, dass Google vom iPhone und iPad gänzlich gelöscht wird. Das wäre aus wettbewerbstechnischen Gründen gar nicht möglich, da dem Nutzer stets die Wahl der Suchmaschine überlassen wird. Aber denkbar ist es, dass wenn Bing oder Yahoo zum Standard werden, die Nutzer aus Gründen der Bequemlichkeit oder des Unwissens nicht zu Google wechseln.

Derzeit haben Apple Safari und Mozilla Firefox einen gemeinsamen Marktanteil von etwa 29 %, sodass Google den Wegfall der beiden Browser zu schmerzhaft zu spüren bekommen wird. Aber es stellt sich eine wichtige Frage: Wenn hierzulande rund 95 % des Suchmaschinen-Traffics über Google läuft, wie erfolgreich können denn Bing oder Yahoo sein? Und vor allem: Wie effizient sind diese Suchmaschinen?

Google verfügt über den entscheidenden Vorteil, durch die im Laufe der Zeit gesammelten Daten den Nutzern noch genauere Suchergebnisse liefern zu können. Diese Daten umfassen unter anderem Cookies, bisherige Suchanfragen, den Standort und so weiter. Ähnlich wie in einem statistischen Verfahren zusätzliche Daten auch verlässlichere Ergebnisse liefern, so verhält es sich mit Suchmaschinen. Und da Bing und Yahoo, zumindest hierzulande, kaum genutzt werden, müssen diese noch „lernen“. Ob die Entscheidung Apple’s Google tatsächlich einen Dämpfer verpasst, darf allerdings bezweifelt werden.

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Category: Apple, Google, NMN News

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