Kickstarter und das Crowdfunding Phänomen

| 21/08/2012 | Reply

Vor vier Jahren ging Kickstarter an den Start. Mit der Crowdfunding-Plattform konnten Menschen mit tollen Ideen aber leeren Brieftaschen finanzielle Starthilfe bei der Realisierung ihrer Projekte erhalten. Unabhängige Entwickler, Künstler und Designer konnten so ihr Produkt der breiten Masse vorstellen und diese davon überzeugen. Ob das erfolgreich war, zeigt sich meist in der Summe, die am Ende der Finanzierungsrunde steht. Jüngstes Beispiel: Die Android-Spielekonsole Ouya erzielte anstelle der geforderten 950.000 $ satte 8,5 Mio. $. Die Spendierhosen sitzen also locker bei guten Ideen.

In so kurzer Zeit hat das Unternehmen bereits viele Ideen realisiert und lässt sich das auch gerne bezahlen. Die Provision für das Unternehmen liegt bei 5 %, was sich als ordentlich erweist, wenn die Finanzierung mancher Projekte im Millionenbereich liegt. Aber natürlich stehen Projekte wie Ouya nicht täglich auf der Agenda. Eher hat man es mit kleineren Projekten zu tun, so unter anderem ein King-Kong Puppenspiel für 100 $.

Das Geheimrezept von Kickstarter: Das optimale Vereinen von Angebot und Nachfrage, Produktentwicklung und Marketing. Und dazu kommt noch die Einbindung eines jeden interessierten Users, egal in welchem Teil der Erde er auch sein mag. Doch nicht alle Projekte, die sich auf Kickstarter finden lassen, taugen auch etwas. Wir zeigen Euch nun ein paar dieser Ideen und ihr entscheidet, ob die was taugen oder nicht:

Loomi ist ein Do-It-Yourself Lampenschirm, der auch 30 Einzelteilen besteht. Das Projekt sollte mit 9.000 $ ausreichend finanziert werden, jedoch sahen das die User anders und spendeten prompt 35.000 $. Das fertige Produkt lässt sich vom Käufer beliebig den eigenen Bedürfnissen anpassen. So können einzelne Teile bemalt oder beschriftet werden oder die Lampe auf den Tisch gelegt oder an der Decke aufgehängt werden. Die Lampe ist für 22 $ zu haben und macht optisch wirklich was her.

Twig ist ein Zubehörteil für das iPhone und beinhaltet einen dreibeinigen Ständer sowie ein kürzeres Dockingkabel. Es ist weder eine neue Technologie, noch bringt es eine neue Funktion mit sich. Es ist vielmehr ein cooles Gadget, das einige Apple-Fans gerne haben möchten und auch bereit waren, es mit 170.000 $ zu finanzieren. Twig selbst ist für 20 $ zu haben.

Die nette aber nicht erfolgreiche Idee der TransluSense Tastatur sieht zwar schick aus, ist aber nicht für den alltäglichen Gebrauch geeignet. Hauptsächlich von Star Trek inspiriert, verfügt die Tastaur nicht über physikalische Tasten, sondern über eine glatte Fläche mit einem Infrarot-Sensor. Dieser erkennt das Tippen auf den Tasten, jedoch zeigt sich gerade hier das Problem. Da die Oberfläche glatt ist, bekommt der Nutzer nicht das gewohnte haptische Feedback, wenn er auf die Tasten haut. Kostenpunkt: 250 $ (mit Maus sogar 350 $).

Quelle: online.wsj.com

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Category: Crowdfunding, NMN News, Start Up

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