Massive Cyberattacke für langsames Internet verantwortlich

| 28/03/2013 | Reply

Die größte Cyberattacke aller Zeiten soll vor wenigen Tagen stattgefunden haben mit der Konsequenz, dass die Internetgeschwindigkeit einen Knick erlebte. Eine massive DDos-Attacke, die auf die Anti-Spam-Spezialisten von „The Spamhaus Project“ abzielte, soll von den Betreibern des Servers „CyberBunker“ ausgegangen sein.

The Spamhaus Project ist eine öffentliche Institution zur Bekämpfung von Spam und deren weltweite Verbreitung. Grund genug für Spammer und andere zwielichtige Gestalten des World Wide Web, eine Attacke gegen das Projekt zu starten. Vorausgegangen waren Streitigkeiten mit dem niederländischen Server-Betreiber CyberBunker, die laut eigener Aussage alles erlauben, außer Kinderpornographie und Terrorismus. Bedeutet im Umkehrschluss also, dass Spam, Piraterie und Malware geduldet werden.

CyberBunker wurde in die „Blacklist“ von Spamhaus aufgenommen, in der ausschließlich Spam-Versender aufgeführt sind. Auf Basis dieser Blacklist können Internetprovider die Seiten herausfiltern und das Spammen verhindern oder zumindest minimieren. Schließlich kam es am 19. März zur größten Attacke, die das Internet je erlebt hat.

Hinter der Cyber-Kriegsführung werden Personen in und um CyberBunker vermutet, gewiss ist bis dato aber nichts. Die Internetpräsenz von Spamhaus wurde demnach mit einer noch nie dagewesenen DDos-Attacke zum Stillstand gebracht. Durch künstlich erzeugte Anfragen konnte die Seite nicht mehr erreicht werden. Noch mehr aber, das gesamte Internet soll deshalb verlangsamt worden sein. Für die Attacke wurden haufenweise kleine Datenpakete mit einer Größe von 36 Bytes auf die Seite losgelassen, die dann mit 3000-Bytes-Antworten reagierte. Die Frage war also kleiner und schneller als die Antwort.

Die Reaktionen indes fielen ähnlich aus: Die Attacke war monströs. IT-Experten von Cloudflare verglichen die Attacke gar mit einer Atombombe und für Patrick Gilmore von Akamai wirkte der Angriff wie als würde man mit einem Maschinengewehr auf eine Menge schießen, nur um einen Einzelnen zu treffen. Unterdessen äußerte sich Cyberbunker-Chef Sven Olaf Kamphuis gegenüber der New York Times. Ihm zufolge habe niemand Spamhaus damit beauftragt, zu bestimmen was im Internet erlaubt sei und was nicht.

Man darf die Geschichte weiter mit Spannung beobachten und gleichzeitig hoffen, dass die Infrastruktur des Internets nicht angegangen wird. Die gesamte moderne Menschheit hängt vom Internet ab, selbst die Spammer, die damit ihr Geld verdienen.

Quelle: cnn.com

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Category: NMN News

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