Meine Aktivitäten – Google erlaubt etwas Kontrolle über Internetwerbung

| 29/06/2016 | Reply

Google

Sind auch Sie Nutzer der zahlreichen Google-Dienste? In nächster Zeit dürften Sie per Chrome Browser oder via Gmail eine Benachrichtigung über ein neues Feature erhalten. Es gibt dem Nutzer die Möglichkeit, die ihm angezeigte Werbung zu personalisieren. Klingt erstmal merkwürdig, da Google bislang Werbung anhand des Surfverhaltens, gespeicherter Cookies usw. auf Webseiten anzeigte. Das Ganze soll jetzt um ein weiteres Level angehoben werden. Das neue Werbe-Feature kann, muss aber nicht genutzt werden, es ist auf die Zustimmung des Users (Opt-in) angewiesen. Über Vor- und Nachteile nutzergesteuerter Internetwerbung.

Werbung wohin man sieht. Oft genug wird einem das Surfen dadurch vermiest, dass man erst ein Werbevideo sehen oder ein riesiges Banner wegklicken muss. Und wer das kleine X verfehlt, wird prompt auf die Seite des Produkts weitergeleitet. Ob sich daran mit dem neuen Google Feature etwas ändert? Wohl kaum. Immerhin aber wird dem Internetgänger die Möglichkeit in die Hand gedrückt, auszusuchen welche Werbung er zu sehen bekommt – und das nur mit seiner ausdrücklichen Zustimmung. Ziel des neuen Features ist es, dass auf die Person zugeschnittene Werbung dem Nutzer gesendet wird und das über alle Plattformen hinweg. Ob der User per Smartphone oder Laptop ins Netz geht, sich auf einer Website oder in einer App befindet, die Daten aus all diesen Bereichen werden gesammelt und dem Nutzerprofil zugeordnet.

Man generiert schon jetzt zahlreiche Daten, in dem man bestimmte Websites besucht oder das eine oder andere Werbebanner antippt. All das wird gesammelt und dem Profil des Nutzers zugeschrieben. Und je mehr Daten, desto genauer die Werbung. Das kann dem Nutzer durchaus Vorteile bieten, da er beispielsweise als Frau keine Werbung für Männermode zu sehen bekommt und umgekehrt. Für Google sind die zusätzlichen Daten sowieso goldwert.

Google Meine Aktivitäten

Der andere Teil des neuen Features nennt sich „Meine Aktivitäten“ und listet für den User alles auf: Suchanfragen, geschaute Videos auf YouTube, angeklickte Links in Chrome. Hier kann man nun alle Inhalte aus der Liste löschen oder aber nur ausgewählte Suchanfragen. Beispielsweise wenn ein Freund eine Suchanfrage stellt und dadurch das eigene Suchprofil „verfälscht“, kann man genau diese Suchanfrage aus der Liste löschen.

Mit dem neuen Feature gibt Google dem Nutzer etwas mehr Kontrolle über die angezeigte Werbung. Während man unliebsame Banner ins Nirvana befördern und stattdessen nur relevante Werbung zu sehen bekommt, muss man natürlich auch mehr Daten teilen. Das Gute daran: Das Feature ist Opt-in, erfordert also die Zustimmung des Users. Wer sparsam mit seinen Daten umgehen möchte, sollte alles belassen wie es zur Zeit ist.

Quelle: wired.com

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Category: Google

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