Mobile Friendly Initiative – Google’s Kampf gegen gewaltig große Werbebanner

| 05/11/2015 | 1 Reply

Google Mobile Friendly Initiative

Der Anteil der Internetseiten, die vom Smartphone angesteuert werden, wächst und wächst in rasantem Tempo. Dieser Fakt ist jedoch nicht bei allen Seitenbetreibern angekommen, denn ihre Websites sind nicht für die mobile Ansicht angepasst. Daher kommt es nicht selten vor, dass der kleine Smartphone-Bildschirm von winzig kleinen Buchstaben geziert wird und das Hineinzoomen auf Kosten der Übersicht geht. Daher startete Google vor rund einem Jahr die „Mobile Friendly Initiative“, durch die einerseits die Attraktivität und andererseits die Leserlichkeit von mobilen Internetseiten gewährleistet werden soll. Unlängst griff Google einen weiteren Faden auf, um mobiles Surfen noch angenehmer zu gestalten.

Durch die „Mobile Friendly Inititative“ wurden Seitenbetreiber von Google darauf hingewiesen, ihre Websites für die mobile Ansicht anzupassen – zusammen mit einer Deadline und der Aussicht auf mögliche Abstrafungen im Google Ranking. Die Anpassung erforderte die Neuanordnung von Elementen und Texten auf der Seite, sodass sie auf dem Smartphone-Display leserlich sind. Wer der Aufforderung nicht nachkam, musste damit rechnen, dass seine Seite nicht das Siegel „mobile friendly“ erhält und somit in den Suchergebnissen nach unten rutscht. Die Initiative scheint geglückt, denn seither führen viele Websites zwei Versionen: eine für den Desktop und eine für mobile Endgeräte.

Mit der Anpassung der Websites ging allerdings auch einher, dass weniger Platz für Werbebanner übrig blieb. Was haben sich die Webmaster also einfallen lassen? Werbebanner, die sich über das gesamte Display legen. Das ist nicht nur nervig, sondern versperrt auch den Blick auf den Inhalt einer Website. Teilweise verursacht die versehentliche Berührung des Banners, in der Absicht dieses zu schließen, das Öffnen des Play Store der im Banner beworbenen App.

Google Mobile Friendly Initiative Werbebanner

Nun schaltet sich Google erneut ein und droht Seitenbetreibern, die auf solch riesige Werbungen setzen, mit der Abstrafung im Ranking. Das mutet im ersten Augenblick paradox an, da Google gerade mit der Schaltung von Werbung seinen Umsatz macht – und das nicht zu unwesentlichem Anteil. Daher plädiert Google nicht für das Entfernen der Banner, sondern für eine intelligente und vor allem nicht störende Platzierung auf der Website. So könnte die Werbung ganz oben oder ganz unten stehen, wohingegen die gesamte mittlere Fläche als tabu gilt. Schließlich klickt kein User auf eine Werbung, die ihn nervt! Die Anpassungen sind mit der letzten Änderung des Google Algorithmus am 2. November in Kraft getreten. Uns mobile Internetsurfer bleibt daher nur eines zu sagen: Danke nach Mountain View!

Bild: developers.google.com

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Category: Google, NMN News

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