Warum Facebook dir nicht anzeigt, wer deine Chronik besucht hat

| 26/11/2015 | Reply

Was früher bei anderen sozialen Netzwerken wie StudiVZ üblich war, fehlt bei Facebook seit jeher, nämlich die Möglichkeit, sich anzeigen zu lassen, wer die eigene Chronik zuletzt besucht hat. Warum Facebook die Funktion nicht einführt, hat mehrere Gründe.

Facebook

Neugier ist das große Stichwort. Viele Facebook Nutzer schauen sich die Profile anderer Facebook Nutzer mit der Gewissheit an, dass die „beobachtete“ Person nicht erfährt, wer auf seinem Profil war. Im Gegenzug würde man gerne wissen, ob sich der Geschäftspartner, die Ex Freundin oder wer auch immer das eigene Profil unter die Lupe nimmt. Facebook hat im Gegensatz zu anderen sozialen Netzwerken diese Funktion von Anfang an nicht eingebaut. Woran das liegen mag, und welche Vor- und Nachteile sich hieraus für Unternehmen und Nutzer ergeben, wird nachfolgend dargestellt.

Traffic

Facebook lebt davon, dass die Nutzer auf dem sozialen Netzwerk aktiv sind. Aktiv bedeutet in dem Fall vor allem, dass viel geklickt, gesucht und betrachtet wird. Durch diesen Traffic können bessere Deals mit Werbepartnern abgeschlossen werden. Sobald ein Nutzer weiß, dass der Gegenüber sieht, wer auf seiner Seite war, wird er sich zwei Mal überlegen, ob auf ein Profil geklickt wird. Dabei ist es egal, ob es sich um eine Privatperson, oder auch um ein Unternehmen handelt, dass auf Facebook eine Seite hat. Das intuitive Surfen hört in dem Moment auf, in welchem ein Nutzer sich beobachtet fühlt. Das ist wiederum schlecht für den Traffic und sorgt für weniger Geld für Facebook, wenn es um das Aushandeln von Werbedeals geht.

Anonymität

Das Stichwort intuitives Surfen ist für jeden Nutzer wichtig, auch wenn er diesen Begriff noch nie gehört hat. Auf Facebook soll man abschalten und sich nicht darüber Gedanken machen müssen, ob man etwas anklickt oder nicht. Eine fragwürdige Neuerung, die ebenfalls kritisiert wurde, war das Anzeigen von Bildern oder Videos die man liket bei den „Neuigkeiten“ von anderen Personen. Der Nutzer, der nicht alles Preisgeben will, achtet bereits jetzt schon darauf, ob er ein Bild liket, was andere vielleicht nicht sehen sollten. Ihm dann auch noch die Anonymität zu nehmen, andere Profile zu beobachten, egal wie sehr es vor allem bei Jugendlichen als „stalken“ beschrieben wird, nimmt Facebook noch einen weiteren Teil der Anonymität und könnte zu einer Nutzerflucht führen. Gerade letzteres will Facebook vermeiden. Somit kann davon ausgegangen werden, dass auch zukünftig die Chronikbesucher nicht angezeigt werden.

 Vorsicht vor Betrügern

Obwohl Facebook offiziell mitgeteilt hat, dass es keine Möglichkeit gibt, sich die Profilbesucher anzeigen zu lassen, gibt es Erweiterungen für Facebook, die angeblich genau das anzeigen. Doch dahinter stecken meist Betrüger, die Viren auf den Account einschleusen. Davor sollten alle Facebook Nutzer gewarnt sein. Neugier schützt vor Viren nicht.

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Category: Facebook

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